Motorradfreunde GemenMotorradfreunde Gemen

BRIEFING: Regeln für unsere Gruppenfahrt

Grundsatz: Wir starten gemeinsam, wir kommen gemeinsam an. Das Erlebnis steht im Vordergrund.

EIGENVERANTWORTUNG: Jeder fährt zu jedem Zeitpunkt auf eigene Gefahr! Jeder ist absolut selbst für die Einhaltung der StVO, die Geschwindigkeit, den Sicherheitsabstand und alle eigenen Fahrmanöver verantwortlich.

1Aufstellung & Positionen

  • Spitze & Heck: Der Tourguide führt die Gruppe. Ein erfahrener „Schlussmann“ fährt ganz hinten.

  • Reihenfolge: Weniger Geübte oder leistungsschwächere Maschinen fahren direkt hinter dem Tourguide. Die Positionen bleiben die gesamte Tour über fest.

  • Versetztes Fahren: Auf Geraden fahren wir versetzt (1. links, 2. rechts, 3. links usw.). Das entbindet nicht von der Pflicht eines ausreichenden Sicherheitsabstands zum Vordermann!

  • Kurven (Perlenkette): In Kurven wird die Formation aufgelöst – jeder fährt seine eigene Ideallinie hintereinander. Kurven defensiv anfahren (Linkskurve rechts, Rechtskurve links).

  • Schlechtwetter: Bei Nässe/Regen wird das versetzte Fahren komplett aufgegeben (Perlenkette).

2Fahrverhalten & Überholen

  • Internes Überholverbot: Das Überholen von Gruppenmitgliedern ist strikt untersagt.

  • Fremdfahrzeuge überholen: Jeder entscheidet absolut eigenverantwortlich. Niemals blind dem Vordermann folgen! Nach dem Überholen zügig rechts einscheren und das Tempo kurz hochhalten.

  • Harmonisch fahren: Keine unnötig großen Lücken entstehen lassen (Abreißen verhindern). Innerhalb geschlossener Ortschaften wird grundsätzlich nicht überholt.

  • Gummiband-Effekt: Der Tourguide beschleunigt nach Kurven oder Ortsausgängen verzögert, bis das Ende der Gruppe den Bereich passiert hat.

3Kreuzungen, Ampeln & Stopps

  • Rotphasen & Stopps: An Ampeln oder Kreuzungen dicht aufschließen und Zweierreihen bilden.

  • Anfahren: Bei Grün zügig nebeneinander anfahren. Erst danach wieder versetzt einreihen.

  • Start-Bereitschaft: Pünktlich erscheinen mit fahrbereitem und vollgetanktem Motorrad.

  • Tankstopps: Es tanken grundsätzlich immer alle voll. An Zapfsäulen maximal weit aufrücken.

4Das Rückspiegel-Prinzip & Notfälle

  • Verantwortung: Jeder Fahrer ist für seinen direkt nachfolgenden Fahrer zuständig.

  • Sichtkontakt verloren: Verlierst du den Hintermann aus dem Spiegel, drosselst du das Tempo. Bei der nächsten Richtungsänderung stoppst du gut sichtbar und wartest. Dadurch stoppt die Kette nach vorne.

  • Gruppe getrennt: Reißt die Gruppe an einer Ampel ab, fährt der vordere Teil langsam weiter oder wartet. Für das Heck gilt: Keine Panik, kein Rasen – wir finden uns automatisch wieder.

  • Gefahrenwarnung: Hindernisse auf der Straße (Splitt, Dreck, etc.) per Hand oder ausgestrecktem Fuß anzeigen.

  • Panne / Unfall: Die Gruppe fährt geschlossen zum nächsten sicheren Haltepunkt (Parkplatz). Nur der Tourguide dreht um, prüft die Lage und koordiniert die Hilfe.

Ausführliche Fassung

Richtlinien für das Fahren in der Gruppe der Interessengemeinschaft „Motorradfreunde Gemen“ (nachfolgend „MFG“)

Grundsatz: Wir starten gemeinsam, wir kommen gemeinsam an. Das gemeinsame Fahrerlebnis steht im Vordergrund. Dennoch gilt: Jeder Teilnehmer fährt zu jedem Zeitpunkt auf eigene Gefahr und trägt die volle Eigenverantwortung für seine Fahrweise!

Jeder Teilnehmer ist ausschließlich selbst für die Einhaltung der Straßenverkehrsordnung, die Wahl seiner Geschwindigkeit, seines Sicherheitsabstandes sowie für alle Fahrmanöver verantwortlich. Die nachfolgenden Regeln dienen ausschließlich der Organisation der Gruppenfahrt.

1Aufstellung und Positionen in der Gruppe

  • Der Tourguide fährt an der Spitze, orientiert sich auf der Fahrbahn tendenziell links und legt ein für die Gruppe angemessenes Reisetempo fest. Jeder Teilnehmer bleibt jedoch jederzeit selbst für seine Fahrweise, Geschwindigkeit und die Einhaltung der Verkehrsregeln verantwortlich.

  • Die Gruppenreihenfolge wird vor dem Start festgelegt. Unmittelbar hinter dem Tourguide fahren weniger geübte Fahrer, leistungsschwächere Maschinen oder Motorräder mit Soziusbetrieb. Die Positionen werden während der gesamten Tour beibehalten.

  • Versetztes Fahren: Auf geraden Streckenabschnitten fährt die Gruppe grundsätzlich versetzt (der Tourguide links, der zweite Fahrer rechts, der dritte links usw.).

  • Witterung: Bei Nässe oder schlechter Sicht wird das versetzte Fahren zugunsten eines größeren Sicherheitsabstands in der Perlenkette aufgelöst.

  • Kurven: In Kurven löst sich die versetzte Formation auf: Jeder Fahrer wählt seine individuelle Sicherheitslinie. Nach der Kurve wird die versetzte Formation selbstständig wieder eingenommen. In kurvigen Streckenabschnitten wird hintereinander (Perlenkette) gefahren. Linkskurven werden am rechten Viertel der Richtungsfahrbahn und Rechtskurven am linken Viertel der Richtungsfahrbahn gefahren (Defensivlinie).

  • Sicherheitsabstand: Das versetzte Fahren entbindet nicht von der Pflicht, einen ausreichenden Sicherheits- und Bremsabstand zum jeweiligen Vordermann einzuhalten.

  • Schlussmann: Die Gruppe wird am Ende durch einen festen, erfahrenen Fahrer („Schlussmann“) abgeschlossen. Dieser bleibt bis zum Ende der Tour auf seiner Position. Sieht der Tourguide den Schlussmann, ist die Gruppe vollzählig.

2Fahrverhalten und Überholmanöver

  • Überholverbot innerhalb der Gruppe: Das Überholen von Gruppenmitgliedern ist strikt untersagt. Die vereinbarte Reihenfolge ist einzuhalten.

  • Überholen fremder Fahrzeuge: Jeder Teilnehmer entscheidet beim Überholen fremder Fahrzeuge (z.B. LKW, PKW) absolut eigenverantwortlich, ob die Verkehrslage ein sicheres Manöver erlaubt. Niemand darf blind dem Vordermann folgen.

  • Nach dem Überholen: Nach einem Überholvorgang zieht der Fahrer zügig nach rechts und hält das Tempo kurzzeitig hoch. So entsteht für die nachfolgenden Gruppenmitglieder ausreichend Platz zum Einscheren. Anschließend wird die alte Formation wieder aufgebaut.

  • Homogene Fahrweise: Es ist vorausschauend, berechenbar und ohne Drängeln zu fahren. Unnötig große Lücken sind zu vermeiden, um ein Abreißen der Gruppe zu verhindern. Innerhalb geschlossener Ortschaften wird grundsätzlich nicht überholt.

  • Gummiband-Effekt: Um die Gruppe harmonisch zu halten, beschleunigt der Tourguide nach Kurven, Kreuzungen oder Ortsausgängen erst dann auf Reisegeschwindigkeit, wenn auch die hinteren Fahrer den Bereich passiert haben.

3Verhalten an Kreuzungen, Ampeln und Haltepunkten

  • Stopp-Situationen: An Kreuzungen, roten Ampeln, Engstellen oder Bahnschranken schließen die Fahrer dicht auf und bilden Zweierreihen (Nebeneinanderstehen).

  • Anfahren: Sobald die Fahrt freigegeben wird (z. B. bei Grün), fahren die nebeneinander stehenden Motorräder zügig und diszipliniert an. Erst danach wird die versetzte Formation wieder eingenommen.

  • Gruppentrennung: Reißt die Gruppe an einer Ampel ab, gilt für den hinteren Teil: Keine Panik, kein Rasen. Der Tourguide wird das Tempo drosseln oder an sicherer Stelle warten, sobald er den Abriss bemerkt.

  • Tour-Vorbereitung: Alle Teilnehmer erscheinen zum verabredeten Startzeitpunkt mit fahrtüchtigem Motorrad und vollgetankten Maschinen.

  • Tankstopps: Bei Tankstopps tanken grundsätzlich alle Teilnehmer die Maschinen voll, um Folgestopps zu vermeiden. Beim Einfahren auf Tankstellen oder Rastplätze ist so weit aufzurücken, dass alle Gruppenmitglieder sicher Platz finden.

4Das „Rückspiegel-Prinzip“ und Verhalten bei Pannen/Stopps

  • Verantwortung für den Hintermann: Jeder Teilnehmer ist permanent für seinen direkt nachfolgenden Fahrer zuständig. Reißt der Kontakt zum Hintermann ab, wird das Tempo gedrosselt.

  • Verlust des Sichtkontakts (Abbiegen): Verliert ein Fahrer den Sichtkontakt zu seinem Hintermann, stoppt er an der nächsten Richtungsänderung (auch bei abknickender Vorfahrt) an einer gut einsehbaren Stelle. Er wartet, bis der Hintermann aufgeschlossen hat. Dadurch wird eine Kettenreaktion nach vorne ausgelöst: Jeder Vordermann stoppt an der jeweils nächsten Abbiegung, sobald er seinen Hintermann vermisst.

  • Gefahrenwarnung: Erkennen vordere Fahrer Hindernisse auf der Straße (Verschmutzung, Rollsplitt), warnen sie nachfolgende Fahrer durch Handzeichen (langsam Fahren) oder per ausgestrecktem Fuß.

  • Signale bei Problemen: Fällt ein Teilnehmer zurück oder muss unplanmäßig stoppen, signalisiert er dies seinem Vordermann rechtzeitig per Handzeichen, Hupe oder Lichthupe.

  • Verhalten im Ernstfall (Komplettausfall/Panne): Muss ein Fahrer fahrzeug- oder gesundheitsbedingt sofort anhalten, stoppt die verbleibende Gruppe an der nächsten sicheren Stelle (z. B. Parkplatz oder breiter Seitenstreifen).

    Ausnahme: Nur der Tourguide fährt zum Liegengebliebenen zurück, um die Situation zu prüfen und das weitere Vorgehen zu koordinieren. Die Gruppe wartet geschlossen am sicheren Haltepunkt.

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